Heeslingen

Kommersabend zur 1050 Jahrfeier am Samstag, 4. Juni 2011

Doppeltes Jubiläum wird mit Kommersabend gefeiert


HEESLINGEN. Der zweite Abend des großen Jubiläums wurde mit dem Kommersabend im Festzelt gefeiert. Zahlreiche Gäste hatten ihr Kommen zugesichert und mit viel Musik und Tanz versprachen die Veranstalter ihren Gästen einen unterhaltsamen Abend. Für die musikalische Begleitung sorgte der Big-Band-Sound der Feuerwehrkapelle aus Sittensen.

Brigitte Kammigan-Brandt, gebürtige Offenserin und Radiomoderatorin, führte durch das Programm und übergab zunächst Bürgermeister Gerhard Holsten das Mikrofon. Dieser hieß alle Gäste zu der Feier in Heeslinger herzlich willkommen und begrüßte die geladenen Gäste aus der Politik und Wirtschaft, verdienstvolle Bürger der Gemeinde und engagierte Ehrenamtliche.

Es waren eigentlich zwei Jubiläen, die gefeiert wurden, denn fast auf den Tag genau vor 25 Jahren wurde die Gruppe der „Börd Heeßler Danzers“ des Heeslinger Heimatvereins gegründet. Aus diesem Anlass durfte die Gruppe natürlich bei dem Festabend im Zelt nicht fehlen und zeigte einige Tänze aus ihrem Repertoire.

Pastor Volker Michaelsen, der wie viele andere Besucher auch mittelalterlich gewandet gekommen war, bezog sich in seinen Grußworten auf den Heeslinger Münzschatz, dessen Besitzer ja scheinbar ein recht knauseriger Zeitgenosse war. Er vergrub lieber sein Geld, statt es gut anzulegen. Glücklicherweise gebe es ja heute die St.-Viti-Stiftung, bei der das Geld in guten Händen, versicherte Pastor Michaelsen.

Die lange Geschichte der Börde Heeslingen stand auch im Mittelpunkt der Festrede, die der ehemalige Oberkreisdirektor Gerhard Blume hielt. Er berichtete vom Stamm der Chauken, die der Römer Tacitus als ein Volk bezeichnete, das es verstand aus Wasser und Weizen ein schmackhaftes alkoholisches Getränk herzustellen, bei dessen Genuss es sich als außergewöhnlich trinkfest erwies.

Die später dann angesiedelten Sachsen, die dem Land dann ja auch seinen Namen gaben, siedelten in der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts auch in weiten Teilen Britanniens. So gebe es in Cambridgeshire den Ort Haslingfield, der noch ein Hinweis auf den Ursprung der frühen Siedler sein könnte.

Heute sei der Geestrücken eine intensiv genutzte Kulturlandschaft, deren ursprüngliche Wildbestände heutigen Generationen kaum noch bekannt seien. Die florierende Wirtschaft präge die Gemeinde und der ansässige Sportverein habe den Ort weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht.

Landrat Hermann Luttmann, der als Jubiläumsgeschenk eine Eiche mitgebracht hatte, hob hervor, dass die Gemeinde seit über zehn Jahren schuldenfrei sei, was bei einem Ort dieser Größe sehr ungewöhnlich ist. Samtgemeinde-Bürgermeister Johann Klindworth fand es bemerkenswert, dass er als Zevener das letzte Wort hatte. Für ihn sei die große Feier und das ehrenamtliche Engagement ein Zeichen dafür, dass viele Heeslinger mit ihrem Ort eng verbunden seien. Mit Musik, Tanz und Gesprächen endete schließlich der Festabend im Zelt. (he)

Quelle: Zevener Zeitung vom 06. Juni 2011 (Artikel und Fotos)


Die „Börd Heeßler Danzers“ zeigten einige Tänze aus ihrem Repertoire. Fotos: he
Die „Börd Heeßler Danzers“ zeigten einige Tänze aus ihrem Repertoire. Fotos: he



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