Streichduo & Bläsertrio der Hamburger Camerata in Zeven Klassikkonzert im Rathaussaal

Veröffentlicht am: 10.09.2021
Streichduo & Bläsertrio der Hamburger Camerata in Zeven

Klassikkonzert im Rathaussaal – Begrenztes Kartenkontingent!

Für gewöhnlich tritt die Hamburger Camerata im Rathaussaal in Zeven als Orchester auf, dieses Mal ist alles anders. Am Sonntag, den 3. Oktober um 17.00 Uhr zeigen die Musikerinnen und Musiker der Hamburger Camerata ihre kammermusikalischen Qualitäten. Karten für das einstündige Konzert ohne Pause sind ab sofort im Rathaus Zeven, „BürgerService“, Tel.: 04281/716-261 für 15 €/Erwachsene und 10 €/Schüler erhältlich. Zwecks Einhaltung der Abstandsregeln muss die Besucheranzahl im Zevener Rathaussaal auf max. 70 Personen begrenzt werden. Interessierte sollten sich ihre Karten deshalb rechtzeitig im Vorverkauf sichern. Die AHA-Regeln sind einzuhalten, eine Mund-Nasen-Bedeckung (OP-Maske oder FFP2-Maske) muss im Foyer, Saal und in den Sanitäranlagen getragen werden. Am Sitzplatz darf der Schutz abgenommen werden.

Das Duett Nr. 1 KV 423 von Wolfgang Amadeus Mozart ist besonders kostbar: zum einen, weil es ein kompositorisches Meisterwerk ist, zum anderen, weil Mozart nur so wenig für zwei Instrumente geschrieben hat (abseits von Sonaten mit Klavier). Entgegen der üblichen Praxis seiner Zeit werden beide Instrumente hier gleichwertig behandelt, so dass es zu wirklich dialogischem Musizieren kommt. Reinhold Glière war ein russischer Komponist mit deutschen Wurzeln. Zu seinen besonders reizvollen Streicherstücken gehören die Acht Duette für Violine und Violoncello, op. 39. Diese Stücke zeigen Glières Meisterschaft in der kleinen Form.

Den zweiten Teil des Konzertes bestreitet das Trio d’anches, übersetzt «Rohrblatt-Trio». Es bezeichnet ein aus Oboe, Klarinette und Fagott bestehendes Ensemble, dessen Tonerzeugung mit Hilfe eines Rohrblatts erfolgt. Volker Kraus (Oboe), Sebastian Borsch (Klarinette) und Markus Pfeiff (Fagott) schöpfen aus ihrem Repertoire mit fünf kurzen Stücken von Jacques Ibert, einer Suite des Schweizer Komponisten Rudolf Moser und einem Divertimento von Wolfgang Amadeus Mozart.
Die Musiker beginnen mit den Fünf Stücken für Trio von Jacques Ibert. Das gleichzeitige Spiel in mehreren Tonarten bewirkt in seiner Bläsermusik nie harmonische Härte, sondern stets interessante Farbigkeit. In den 1935 komponierten Fünf Stücken für Bläsertrio wird dieses Spiel mit den Tonarten zart angedeutet. Wie in seinen heute noch beliebten Solokonzerten, vor allem dem Flötenkonzert, setzt Ibert hier die konzertanten Qualitäten der Instrumente gekonnt in Szene und kreiert auf typisch französische Weise pastorale Stimmungen. Danach führen Volker Kraus, Sebastian Borsch und Markus Pfeiff eine Suite für Oboe, Klarinette und Fagott von dem Schweizer Komponisten und Musikpädagogen Rudolf Moser auf. Zum Abschluss des Konzertes erklingt das Divertimento Nr. 4 in B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Charme der fünf Divertimenti liegt in ihrer kompakten Form und in ihrem lichten, sozusagen schwerelosen Satz begründet. Man hat es mit Wiener Klassik en miniature zu tun: Die gesamte Rhetorik der großen Sinfonien und Klavierkonzerte Mozarts ist im Kern vorhanden, doch verkleinert auf die Perspektive eines Guckkastens.