Weihnachts- und Neujahrsruhe in Niedersachsen

Veröffentlicht am: 23.12.2021
Vom 24. Dezember an gilt in ganz Niedersachsen die Warnstufe 3. Das Land möchte damit die sozialen Kontakte herunterfahren und unter anderem der schnellen Verbreitung der Omikron-Variante entgegentreten.
Für die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen bedeutet das,
• dass für Ungeimpfte strenge Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt plus zwei Personen aus einem weiteren Haushalt gelten. Kinder unter 14 Jahre zählen nicht mit. Nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt.
• Bis einschließlich 26. Dezember sind private Zusammenkünfte von geimpften und genesenen Personen bis 25 Personen im Innenbereich und bis 50 Personen im Außenbereich zulässig. Kinder und Jugendliche werden bei den 25 Personen mitgerechnet. Bei Zusammenkünften mit mehr als 10 Personen gilt zusätzlich eine Testpflicht, wenn nicht geboostert oder nach vollständiger Impfung eine Durchbruchsinfektion überstanden wurde. Es reicht ein Selbsttest, der vom Gastgeber oder einer von diesem beauftragte Person kontrolliert wird. Kinder und Jugendliche müssen sich nicht testen lassen; ist jedoch empfehlenswert. Während einer privaten Weihnachtsfeier muss nach der geltenden Rechtslage keine Maske getragen werden; empfohlen wird jedoch das Tragen einer FFP2-Maske.
• Ab dem 27. Dezember sind private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen im Innenbereich nur noch mit maximal 10 Personen erlaubt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres zählen dabei nicht mit.
• Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen sind ab dem 24. Dezember sowohl drinnen als auch draußen nur noch zulässig, wenn alle Teilnehmenden geimpft oder genesen und zusätzlich negativ getestet sind. Sowohl drinnen wie draußen besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, auch im Sitzen.
• Tanzveranstaltungen sind ab dem 24. Dezember 2021 verboten, ebenso Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen und Messen.
• Weihnachtsmärkte müssen in dieser Zeit schließen, ebenso alle Clubs, Diskotheken und Shisha-Bars.
• Menschen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben sowie Menschen mit einer Durchbruchsinfektion nach vollständiger Erst- und Zweitimpfung müssen nicht noch zusätzlich einen negativen Testnachweis vorlegen.
• Bei körpernahen Dienstleistungen (incl. Prostitutionsstätten) gilt die 3G-Regelung und zwar sowohl unter freiem Himmel als auch in geschlossenen Räumen. Es muss eine FFP2-Maske getragen werden, sofern nicht für die Entgegennahme einer körpernahen Dienstleistung das Gesicht unbedeckt bleiben muss (Bartpflege, Gesichtskosmetik). Die Kontaktdaten werden erhoben.
• Im Einzelhandel (Supermärkte, Geschäfte, Baumärkte,…) gilt für Kundinnen und Kunden die FFP-Maskentragepflicht beim Shoppen/Einkaufen in geschlossenen Räumen. Der Zutritt ist unabhängig vom Impfstatus und für alle möglich.
• In der Gastronomie gilt 2Gplus im Innen- und Außenbereich. Sofern der Gastronomiebetrieb seine Kapazität auf 70% beschränkt, gilt 2G, d.h. keine Negativtest- oder Boosternachweis erforderlich. FFP2-Maskentragepflicht für die Gäste bis zum Sitzplatz. Das Personal muss dauerhaft eine FFP2-Maske tragen.
• Beherbergung: Im Innen- und Außenbereich gilt 2Gplus. Wenn die Beherbergungsstätte weniger als 70% genutzt wird, kann auf einen negativen Testnachweis verzichtet werden (2G)
Bei Übernachtungen im Rahmen beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung gilt unabhängig von einer Warnstufe 3G. Unabhängig davon sind die Kontaktdaten zu erheben und es besteht eine Maskenpflicht in den Innenräumen.
• Bei Sportanlagen in geschlossenen Räumen (Fitnessstudio, Sporthallen, …) und Außenbereichen gilt 2Gplus. Bei einer Begrenzung von 10qm pro Person kann 2G angewandt werden. Es gilt die FFP2-Maskentragepflicht außer beim Sport treiben. 3G, wenn die Sportausübung unerlässlich für das Tierwohl ist.
• Weihnachtsgottesdienste: Die Zutrittsbeschränkungen nach der aktuellen Nds. Corona-VO gelten nicht für religiöse Veranstaltungen. Hier finden die Hygienekonzepte der einzelnen Gemeinden Anwendung.
• Silvester: Vom 31.12.2021 bis zum 1.1.2022 ist das Abbrennen von Feuerwerksartikeln auf belebten öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie auf belebten öffentlich zugänglichen Flächen untersagt. Zwischen 21 Uhr (31.12.) und 7 Uhr (1.1.) ist auch das Mitführen von Feuerwerksartikeln auf diesen Flächen untersagt.
Der Landkreis sieht in Abstimmung mit Polizei und Kommunen wie im letzten Jahr davon ab, belebte öffentliche Straßen und Plätz per Allgemeinverfügung zu definieren, da die Voraussetzungen dafür im Kreisgebiet nicht gegeben sind.
Alle Informationen zur Weihnachtsruhe hat das Land unter https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/FAQ/antworten-aufhaeufig-gestellte-fragen zusammengestellt.